Die QR-Rechnung wurde am 30. Juni 2020 von SIX eingeführt und löste am 30. September 2022 die roten und orangen Einzahlungsscheine vollständig ab. Sie kombiniert die klassische Rechnung mit einem Swiss QR Code, der alle für die Zahlung notwendigen Informationen maschinenlesbar enthält.
Aufbau
Die QR-Rechnung besteht aus drei Teilen:
- Rechnungsteil – die eigentliche Rechnung mit Positionen und Beträgen.
- Empfangsschein – DIN A6, links unten, für die manuelle Einzahlung am Postschalter.
- Zahlteil – DIN A6, rechts unten, mit dem QR-Code in der Mitte.
Im Zentrum des QR-Codes ist immer ein Schweizerkreuz aufgedruckt – daran erkennt man einen gültigen Swiss QR Code.
Drei Referenzarten
| Typ | Verwendung | IBAN |
|---|---|---|
| QR-Referenz | Ersetzt den orangen Einzahlungsschein (mit Referenznummer) | QR-IBAN (BC-Nr. 30000–31999) |
| Creditor Reference | ISO 11649, international einsetzbar | Reguläre IBAN |
| Ohne Referenz | Ersetzt den roten Einzahlungsschein | Reguläre IBAN |
Vorteile gegenüber dem Einzahlungsschein
- Maschinenlesbarkeit: Banking-Apps scannen den QR-Code, alle Felder werden automatisch ausgefüllt.
- Mehr Daten: Bis zu 140 Zeichen Mitteilung sowie strukturierte Rechnungsinformationen (Swico S1 Standard).
- Einheitlich: Eine Form für alle Zahlungsarten – innerhalb der Schweiz und SEPA-weit.
- Buchhaltungsfreundlich: Beim Import in CAMT.053-Auszüge sind Referenzen sauber strukturiert auslesbar.
Häufige Fehlerquellen
- Falsche IBAN-Variante: QR-IBAN nur mit QR-Referenz, normale IBAN nur ohne QR-Referenz.
- Manuelles Abtippen der Referenznummer statt Scannen führt regelmässig zu Tippfehlern.
- Fehlender oder beschädigter QR-Code macht den Zahlteil ungültig.
