Der Einzahlungsschein mit Referenznummer, kurz ESR (oder BVR – Bank-Verfahren-Referenznummer), war jahrzehntelang das wichtigste Schweizer Belegverfahren für Massenzahlungen mit automatischer Verbuchung. Seit dem 1. Oktober 2022 wird er nicht mehr akzeptiert und ist vollständig durch die QR-Rechnung abgelöst.
Funktionsweise
Der ESR enthielt eine 27-stellige Referenznummer in der Codierzeile am unteren Rand des Belegs. Die letzte Stelle war eine Prüfziffer (Modulo 10 rekursiv). Bei der Buchung in der Bank wurde diese Referenz mitgeliefert und der Rechnungssteller konnte die eingehende Zahlung im CAMT.054- oder CAMT.053-Auszug eindeutig einer offenen Rechnung zuordnen.
Übergang zur QR-Rechnung
| Aspekt | ESR (alt) | QR-Rechnung mit QR-Referenz (neu) |
|---|---|---|
| Identifikation | 27-stellige Referenznummer | 27-stellige QR-Referenz im QR-Code |
| Konto | ESR-Teilnehmernummer | QR-IBAN (BC 30000–31999) |
| Erfassen | OCR-Zeile lesen oder abtippen | QR-Code scannen |
| Gültigkeit | Bis 30.09.2022 | Seit 30.06.2020 |
Die QR-Referenz ist technisch identisch zur alten ESR-Referenz – das gleiche Modulo-10-Verfahren, dieselbe Länge. Wer früher einen ESR-Generator hatte, konnte ihn meist 1:1 für QR-Referenzen weiterverwenden.
Bedeutung für die Buchhaltung
In CAMT.053-Auszügen erscheinen ehemalige ESR-Zahlungen heute als QR-Referenzen im Feld RmtInf/Strd/CdtrRefInf/Ref. Die meisten Buchhaltungssoftware-Lösungen (Bexio, Banana, Abacus etc.) lesen sowohl historische ESR-Daten als auch neue QR-Referenzen aus demselben Feld aus.
