Die IBAN identifiziert ein Bankkonto eindeutig über Landesgrenzen hinweg. In der Schweiz ersetzt sie seit der SEPA-Einführung die früher gebräuchliche reine Kontonummer im Zahlungsverkehr und ist auf jeder QR-Rechnung sowie in jedem Kontoauszug aufgeführt.
Aufbau einer Schweizer IBAN
Eine Schweizer IBAN ist immer 21 Zeichen lang und folgt diesem Schema:
| Position | Inhalt | Beispiel |
|---|---|---|
| 1–2 | Ländercode | CH |
| 3–4 | Prüfziffern | 93 |
| 5–9 | Bankenclearing-Nummer (BC-Nr.) | 00762 |
| 10–21 | Konto- bzw. Stammnummer | 011623852957 |
Beispiel: CH93 0076 2011 6238 5295 7. Liechtensteinische Konten beginnen mit LI und sind ebenfalls 21 Zeichen lang.
Wofür wird die IBAN verwendet?
- Inländische Überweisungen (anstelle der reinen Kontonummer)
- Grenzüberschreitende SEPA- und SWIFT-Zahlungen
- QR-Rechnungen (die IBAN bzw. die spezielle QR-IBAN ersetzt die alten Einzahlungsscheine)
- Lastschriften via LSV+ und CH-DD
- Identifikation des Kontos in CAMT.053-Auszügen
QR-IBAN vs. IBAN
Die QR-IBAN ist eine spezielle Form der IBAN für Rechnungen mit Referenznummer. Sie hat dieselbe Länge wie eine reguläre IBAN, ihre Bankenclearing-Nummer liegt jedoch im Bereich 30000–31999. Eine QR-IBAN darf nur in Verbindung mit einer QR-Referenz verwendet werden – nicht für klassische Überweisungen.
Häufige Fehler
- Leerzeichen weglassen: Die IBAN wird in 4er-Blöcken nur zur besseren Lesbarkeit gruppiert. Beim elektronischen Erfassen werden die Leerzeichen ignoriert.
- QR-IBAN mit normaler Referenz vermischen: Führt zur Rückweisung der Zahlung.
- Alte Kontonummer verwenden: Schweizer Banken akzeptieren seit Juni 2020 nur noch die IBAN.
