Fügen Sie eine IBAN ein und sehen Sie sofort, ob sie gültig ist. Der Prüfer kontrolliert Länge und Prüfsumme nach dem internationalen Standard und zeigt für Schweizer IBANs zusätzlich Bankname, BIC und BC-Nummer aus dem Bankenstamm von SIX Interbank Clearing an – auch für QR-IBANs. Ihre Eingabe verlässt dabei nie Ihr Gerät.
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Leerzeichen sind egal – fügen Sie die IBAN einfach so ein, wie sie im Kontoauszug steht.
Jede IBAN trägt an der dritten und vierten Stelle zwei Prüfziffern, die nach dem internationalen Standard ISO 13616 aus der gesamten Kontokennung berechnet werden (Modulo-97-Verfahren). Der Prüfer rechnet diese Prüfsumme nach und erkennt damit praktisch jeden Tippfehler: eine falsche Ziffer, ein vergessenes Zeichen oder zwei vertauschte Ziffern – der klassische Zahlendreher – führen fast immer zu einer ungültigen Prüfsumme.
Zusätzlich wird geprüft, ob der Ländercode existiert und ob die Länge zum Land passt. Eine Schweizer IBAN hat immer 21 Zeichen, eine deutsche 22, eine österreichische 20. Beide Prüfungen zusammen sind derselbe Mechanismus, den auch Banken beim Erfassen einer Zahlung anwenden.
Eine Schweizer IBAN besteht aus 21 Zeichen: dem Ländercode „CH", zwei Prüfziffern, der fünfstelligen BC-Nummer und zwölf Stellen Kontonummer. Am Beispiel CH76 0900 0000 1234 5678 9: „76" sind die Prüfziffern, „09000" ist die BC-Nummer von PostFinance und „000123456789" die Kontonummer, vorne mit Nullen aufgefüllt.
Die BC-Nummer – ausgeschrieben Bankenclearing-Nummer, im Zahlungsverkehr auch IID genannt – ist das Schweizer Gegenstück zur deutschen Bankleitzahl. In der Praxis wird sie ohne führende Nullen geschrieben (9000 statt 09000); in der IBAN steht sie immer fünfstellig. Am Nummernkreis lässt sich die Bankengruppe oft schon grob erkennen: 007xx gehört zu den Kantonalbanken, 80000 und die 81er-Nummern zu Raiffeisen, 09000 zu PostFinance.
Ein Unterschied zu Deutschland und Österreich, der beim Nachschlagen regelmässig für Verwirrung sorgt: In der Schweiz hat nicht nur das Institut eine Nummer, sondern jede Geschäftsstelle ihre eigene. Ein grosses Institut belegt entsprechend dutzende bis hunderte Nummern. Die Nummer in Ihrer IBAN verweist deshalb auf die Filiale, bei der das Konto geführt wird – der Prüfer zeigt entsprechend den Standort dieser Geschäftsstelle an, nicht den Hauptsitz.
Auf Schweizer QR-Rechnungen steht manchmal eine QR-IBAN statt der gewohnten IBAN. Sie erkennen sie an der BC-Nummer: Liegt die fünfstellige Zahl an Position 5 bis 9 zwischen 30000 und 31999, handelt es sich um eine QR-IBAN. Diese Nummern sind keine eigenen Banken, sondern zusätzliche Kennungen, die bestehende Institute für den Einzug mit QR-Referenz erhalten haben.
Der Unterschied ist beim Bezahlen wichtig: Eine QR-IBAN verlangt zwingend eine QR-Referenz, die normale IBAN darf nur mit einer Mitteilung oder einer Creditor Reference verwendet werden. Wer beides vermischt, bekommt die Zahlung von der Bank zurückgewiesen. Der Prüfer löst QR-IBANs mit auf und nennt das dahinterstehende Institut, sodass Sie eine QR-Rechnung nicht erst der Bank vorlegen müssen, um zu sehen, zu wem sie gehört.
Die Prüfung sagt nur, dass die IBAN formal korrekt aufgebaut ist – nicht, dass das Konto tatsächlich existiert oder der genannten Person gehört. Ob ein Konto hinter der IBAN steht, weiss nur die kontoführende Bank.
Die formale Prüfung bleibt trotzdem der schnellste erste Check: bevor Sie eine Rechnung mit abgetippter Bankverbindung verschicken, bevor Sie eine Zahlungsvorlage anlegen oder wenn Ihnen eine IBAN in einer E-Mail verdächtig vorkommt. Gerade bei Rechnungsbetrug wird eine IBAN gerne durch eine ähnlich aussehende ersetzt – schlägt die Prüfsumme fehl, ist die Sache schon entschieden. Stimmt sie, verrät Ihnen der angezeigte Bankname zumindest, ob die Bank zum angeblichen Absender passt.
Häufige Fragen
Nein. Der Prüfer kontrolliert den formalen Aufbau der IBAN (Land, Länge, Prüfsumme) und schlägt die enthaltene BC-Nummer im Bankenstamm nach. Ob das Konto existiert und wem es gehört, weiss nur die kontoführende Bank.
Nein. Die Prüfung läuft vollständig in Ihrem Browser – die IBAN wird an keinen Server gesendet, nicht gespeichert und nicht ausgewertet. Auch das Bankenverzeichnis wird nur als Datei in Ihren Browser geladen, die Suche darin passiert lokal.
Genau 21 Zeichen: „CH", zwei Prüfziffern, fünf Stellen BC-Nummer und zwölf Stellen Kontonummer. Geschrieben wird sie in Blöcken zu vier, der letzte Block hat nur ein Zeichen (CH76 0900 0000 1234 5678 9). Leerzeichen sind reine Lesehilfe – der Prüfer ignoriert sie.
Die BC-Nummer identifiziert eine Bank oder Geschäftsstelle innerhalb der Schweiz und steckt in der IBAN. Der BIC (auch SWIFT-Code) ist die internationale Kennung derselben Bank und wird für Zahlungen aus dem Ausland gebraucht. Der Prüfer zeigt beides an: die BC-Nummer aus Ihrer IBAN und den zugehörigen BIC aus dem Bankenstamm.
Ja. Länge und Prüfsumme werden für alle rund 90 Länder des IBAN-Systems geprüft – auch für Deutschland (22 Zeichen) und Österreich (20 Zeichen). Bankname und BIC kann der Prüfer allerdings nur für Schweizer IBANs anzeigen, weil dafür der Bankenstamm von SIX Interbank Clearing genutzt wird.
Die BC-Nummer steckt zwar in der IBAN, ist aber möglicherweise nicht mehr im aktuellen Bankenstamm eingetragen – typischerweise nach einer Fusion oder einer Filialschliessung, bei der die alte Nummer durch eine neue ersetzt wurde. Das betrifft in der Schweiz gerade viele Geschäftsstellen. Die IBAN selbst kann trotzdem weiterhin gültig und nutzbar sein.
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