pain.001 (Payment Initiation – CustomerCreditTransferInitiation) ist das XML-Format, mit dem ein Unternehmen seine Bank beauftragt, eine oder viele Überweisungen auszuführen. Der Schweizer Zahlungsverkehr hat zwischen 2016 und 2018 die Altformate DTA (Datenträgeraustausch) und EZAG (Elektronische Zahlungsaufträge der PostFinance) durch pain.001 ersetzt – im Rahmen der Harmonisierung des Zahlungsverkehrs durch SIX und die Banken.
Was steckt im pain.001?
Eine pain.001-Datei enthält:
- Group Header – Auftraggeber, Erstellungsdatum, Kontrollsumme.
- Payment Information – pro Belastungskonto eine Gruppe mit Ausführungsdatum und Zahlungsart (Inland, SEPA, SWIFT).
- Credit Transfer Transaction – pro Empfänger eine Buchung mit IBAN, Betrag, Währung, Verwendungszweck oder QR-/Creditor-Reference.
Das Schweizer Subset wird im Swiss Payment Standard (SPS) definiert – aktuell Version 2024. Es schreibt unter anderem vor, welche Felder Pflicht sind und wie die QR-Referenz korrekt eingebettet wird.
Drei Zahlungstypen
| Typ | Verwendung | Beispiel |
|---|---|---|
| Typ 1 | Zahlung mit QR-Referenz an QR-IBAN | Inland, ehemals ESR |
| Typ 3 | SEPA-Überweisung in Euro innerhalb des SEPA-Raums | EU-Lieferanten |
| Typ 5 | Auslandüberweisung in Fremdwährung | USD an US-Lieferanten |
| Typ 6 | Inlandzahlung CHF/EUR ohne Referenz | klassische Überweisung |
Verwandte pain-Nachrichten
- pain.002 – Status Report: Rückmeldung der Bank, ob der Auftrag akzeptiert oder abgewiesen wurde.
- pain.008 – Direct Debit Initiation: Lastschriftaufträge (LSV+, SEPA-Lastschrift).
Bezug zum Kontoauszug
Die ausgeführten pain.001-Aufträge erscheinen am nächsten Geschäftstag als Belastungen im CAMT.053. Verknüpft werden Auftrag und Buchung über die EndToEndId und ggf. die MsgId – wer beides sauber befüllt, kann seine Zahlungen in der Buchhaltung lückenlos nachverfolgen.
