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EBICS (EBICS)

Auch bekannt als: Electronic Banking Internet Communication Standard

EBICS (Electronic Banking Internet Communication Standard) ist ein sicheres Internet-Protokoll, über das Unternehmen Zahlungsaufträge und Kontoauszüge mit ihrer Bank austauschen.

EBICS ist ein Banking-Kommunikationsprotokoll auf Basis von HTTPS und XML, ursprünglich aus Deutschland. In der Schweiz wird es seit etwa 2014 von immer mehr Banken angeboten – heute u. a. von UBS, ZKB, PostFinance, Raiffeisen, Migros Bank und vielen Kantonalbanken. Es ist der Schweizer Standard, wenn ein ERP- oder Buchhaltungssystem mit der Bank in beide Richtungen automatisiert kommunizieren soll.

Wofür wird EBICS genutzt?

  • Upload von Zahlungsaufträgen (pain.001, pain.008).
  • Download von Kontoauszügen und Avisierungen (CAMT.053, CAMT.052, CAMT.054).
  • Status-Rückmeldungen der Bank (pain.002).

Vor EBICS war FTP über VPN oder das proprietäre PostFinance-Protokoll EZAG üblich. Beide hatten den Nachteil, dass jede Bank ihre eigene Anbindung verlangte. EBICS standardisiert das.

Sicherheit

Die Authentisierung läuft über drei kundenseitige Schlüsselpaare (RSA, mindestens 2048 Bit):

SchlüsselFunktion
AAuftrag elektronisch unterschreiben
XVerschlüsselung der übertragenen Daten
EAuthentifizierung der Verbindung

Die öffentlichen Schlüssel werden bei der Initialisierung per Brief an die Bank geschickt («INI/HIA-Brief») und vom Kundenservice freigeschaltet. Erst danach ist die Verbindung aktiv.

EBICS T vs. EBICS TS

  • EBICS T (Transport): nur Datentransport, die Freigabe der Zahlung erfolgt klassisch per E-Banking (Kollektivunterschrift).
  • EBICS TS (Transport & Signature): Aufträge werden direkt in der Software elektronisch unterschrieben («Distributed Electronic Signature»), das E-Banking entfällt.

Für Treuhänder und KMU mit grossem Zahlungsvolumen ist EBICS TS attraktiv, weil es den Medienbruch zwischen ERP und E-Banking eliminiert.

Verwandte Begriffe